Windstille: Leonore Pflanzer zeigt Naturbilder im Kloster Benediktbeuern
Die Unberührtheit der Natur, aber auch ihre Verletzlichkeit und die Spuren ihrer Zerstörung zeigt die Malerin Leonore Maria Pflanzer in ihrer Ausstellung „Windstille“ im Kloster Benediktbeuern. Vom 11. April bis 11. Mai sind die mit Ölfarben und Buntstiften oder mit Collagetechnik gestalteten Bilder der Künstlerin im Westflügel des Kreuzgangs zu sehen.
Der Natur eine Stimme geben, das ist das Anliegen von Leonore Maria Pflanzer. „Was begeistert mich, wenn ich male? Es sind das Leben und das Wesen, aber auch die Fragmente und Verletzungen der Natur, der Kreatur, des Menschen. Wir verändern und wandeln uns jeden Augenblick. Dennoch ist da auch stets ein „zwar Unsichtbares – aber Bleibendes“, erklärt die Künstlerin ihre Motivation zu malen. Dieses unsichtbare, bleibende Bild sucht sie und bannt es auf die Leinwand. Sie ist überzeugt, dass sich die Sprache der Natur in der Stille zeigt, so wie auch die Malerei selbst. Stille ist also Voraussetzung, um Natur und Kunst zu verstehen. Die Kunst dient als Brücke. Das soll im Titel der Ausstellung „Windstille“ deutlich werden. „Kunst ist nicht Natur, aber sie kann ein Fenster sein: hin zum Staunen, Innehalten und Danken, ebenso hin zu einem tiefen Bewusstsein von Verantwortung und innerer Freude angesichts der uns anvertrauten Schöpfung“, erläutert die in Benediktbeuern lebende Malerin.
Leonore Maria Pflanzer wurde 1981 in Rumänien geboren. Sie kam als Kind nach Deutschland und verbrachte ihre Schulzeit und Jugend im Allgäu. In Regensburg studierte sie bildende Kunst sowie Romanistik und arbeitete danach als Kuratorin und Kunstpädagogin. Ihre eigene Kunst konnte sie in zwei Einzelausstellungen in Regensburg und im Kloster Benediktbeuern einem größeren Publikum zeigen. Die Inspiration für ihre Naturbilder findet sie vor allem in ihrer oberbayerischen Wahlheimat. „Ebenso fühle ich mich auch meinem Herzensland und den Menschen in Rumänien sehr verbunden. Die schönen oberbayerischen Landschaften mit ihren Bergen, Seen, Himmeln und Menschen erinnern mich oft daran – durch ihre ganz ähnliche innere Stimmung, Ausdruckskraft und Ruhe. So habe ich in den letzten Jahren diese einzigartige Natur für mich als Malerin entdeckt.“
Die Ausstellung kann vom 11. April bis zum 11. Mai täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei. Die Künstlerin ist am Wochenende und auf Anfrage vor Ort.