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Salesianerdiakon Rayulu Sarath Parri zum Priester geweiht

Veröffentlicht am: 23. Dezember 2014

Nellore/Indien - Am 8. Dezember wurde der Salesianerdiakon Rayulu Sarath Babu Parri in seiner Heimat Nellore im Bundesstaat Andhra Pradesh im Südosten Indiens gelegen, durch seinen Heimatbischof Dr. Moses D. Prakasam zum Priester geweiht. Das Hochfest Maria Immaculata war bewusst gewählt worden, da der 8. Dezember 1841, an dem Don Bosco in der Franziskuskirche in Turin mit Bartolomeo Garelli seinem ersten Jugendlichen begegnete, als Gründungstag seines weltumspannenden Jugendwerkes gilt.

Die Feier begann mit einer Prozession, in der der Weihekandidat unter großer Anteilnahme der Bevölkerung mit Musik, Blumenregen und Böllern von seinem Elternhaus zum Dom begleitet wurde. Obwohl die katholischen Christen mit ca. 2-3 Prozent eine kleine Minderheit sind, wurden 2000 Menschen erwartet, unter ihnen auch viele Salesianer aus der Provinz Hyderabad, sowie Priester aus dem ganzen Bistum. Deswegen fand die Weihemesse neben der Bischofskirche unter freiem Himmel statt. Sie wurde in der in Andhra Pradesh am meisten verbreiteten Sprache Telugu zelebriert. Musik, Tanz sowie farbenfrohe Gewänder und Lichterketten ließen eine freudige Stimmung aufkommen. Die vom Jugendchor gesungenen Lieder waren für die Weihemesse eigens geschrieben worden, unter ihnen auch das Gabenlied, das Sarath Parri selbst gedichtet und komponiert hatte.

Bischof Moses, der selbst sehr gut deutsch spricht, kennt den Weihekandidaten seit vielen Jahren. Er dankte allen für die Teilnahme an der Weiheliturgie und für ihr Gebet für den Weihekandidaten. In seiner Predigt fragte er u.a. nach der Identität des Salesianerpriesters: „Der Priester ist von Gott dazu gerufen und gesandt, Christus und sein Evangelium in die Welt zu tragen. Dem Salesianerpriester ist dabei das Charisma der Sendung zur Jugend geschenkt. Und es ist eine besondere Herausforderung für ihn, auf die Nöte der jungen Menschen von heute zu antworten.“

Schon am Tag nach der Priesterweihe fand in der Kathedralkirche St. Joseph in Nellore, die zugleich die Pfarrkirche der Gemeinde ist, aus der Sarath Parri stammt, die Primizmesse mit anschließendem Primizsegen statt. Die Primizpredigt hielt der frühere Heimatpfarrer des Neupriesters, der ihn als Jugendlichen für den geistlichen Weg ermutigt hatte. Sein Anliegen war es, die Gottesdienstteilnehmer dafür zu gewinnen, in den Familien, Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen eine Kultur für Berufungen zu schaffen.

Aus Deutschland waren Johanna Kaufmann, die Mutter von P. Johannes Kaufmann, Katharina Schnabel, Mitarbeiterin im Don-Bosco-Haus in Chemnitz sowie Provinzialvikar P. Reinhard Gesing, der den Neupriester viele Jahre während seiner Ausbildung in Deutschland begleitet hatte, angereist. Stellvertretend drückten sie über alle sprachlichen Grenzen und kulturellen Unterschiede hinweg die Verbundenheit der Don-Bosco-Familie Deutschlands mit dem Weihekandidaten sowie seiner Familie und seiner Heimatprovinz aus. Die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit, mit der sie überall empfangen wurden, war für sie eine sehr eindrückliche Erfahrung.

Rayulu Sarath Parri wurde am 12.06.1983 in Nellore geboren. Mit 20 Jahren trat er in die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos ein. Nach dem Noviziat, dem Philosophiestudium und den zwei pädagogischen Praxisjahren kam er 2009 nach Deutschland, um in Benediktbeuern Theologie zu studieren. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums wurde er am 1. Mai d. J. in Chemnitz zum Diakon geweiht, wo er sich im Jugendhaus Don Bosco sowie in der Pfarrei St. Josef einsetzt. Dort wird er auch bis zum Sommer 2015 im Dienst an den jungen Menschen tätig sein.

P. Reinhard Gesing

 

Foto: Bischof Moses legt dem Weihekandidaten die Hände auf, das zentrale Zeichen der Priesterweihe. Im Hintergrund P. Reinhard Gesing als Vertreter der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos.

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