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Wiener Spendenparlament fördert 5 lokale Sozialprojekte mit ca. 16.000 Euro - Dauerbrenner: Gesundheit, Arbeitslosigkeit, Isolation und Flüchtlingsbetreuung

Veröffentlicht am: 13. Dezember 2010

Wien, 07. Dezember 2010 - Am 7. Dezember 2010 fand die 12. Parlamentssitzung des Wiener Spendenparlaments im Wappensaal des Wiener Rathauses statt. Die Mitglieder und ParlamentarierInnen des Wiener Spendenparlaments entschieden über die Vergabe von Spendengeldern in der Höhe von ca. 16.000 Euro an fünf Sozialprojekte. Die AntragstellerInnen, das „Don Bosco Flüchtlingswerk Austria“, der Verein „Verein SOCIUS", das „Integrationshaus“, das „Frauengesundheitszentrum FEM“ und der Verein „Hunger auf Kunst und Kultur“ wurden mit Beträgen zwischen je 2.280 Euro und 3.940 Euro bedacht.

Auf Lücken im sozialen Netz hinweisen
Wie man anhand der eingereichten Projekte deutlich sehen kann, sind die Dauerbrenner im Bereich der sozialen Missstände die Bereiche Gesundheitsversorgung für Ärmere, Arbeitslosigkeit, Isolation und Flüchtlingsbetreuung. Der Sozialexperte Martin Schenk dazu: „Die Not ist nebenan. Wir können viel tun. Das Wiener Spendenparlament macht soziale Fragen öffentlich, schafft Kontakt zu Menschen, die aktiv gegen soziale Not eintreten und fördert Demokratie und soziales Lernen.“

„Nicht egal, wie es Menschen neben mir geht“
"Es hat mich sehr beeindruckt, wie viel Engagement und Phantasie die einzelnen Sozialinitiativen aufwenden, um Menschen aufzufangen, zu ermutigen und zu begleiten". Renate Schütz arbeitet ehrenamtlich beim Wiener Spendenparlament. Die knapp über 60jährige Pensionistin ist seit Gründung des Spendenparlaments mit dabei: " Mir ist es nicht egal, wie es Menschen neben mir geht. Durch meine Arbeit habe ich selbst ein Gefühl der Nähe für soziale Fragen entwickelt.", erzählt Schütz. "Das Spendenparlament ist ein "Mutmacher-Forum.", fasst sie ihre Erfahrungen zusammen.

Förderung von Demokratie und sozialem Lernen
Unter den SpendenparlamentarierInnen engagieren sich jedes Jahr auch SchülerInnen im Rahmen einer Projektarbeit für Menschen in Not. Sie haben 75 Euro gesammelt, sich mit den Sozialprojekten vertraut gemacht, in der Klasse diskutiert und abgestimmt.
In der HBLA Reumannplatz haben sich die jungen Leute mit sozialen Fragen in ihren Klassen beschäftigt. Die SchülerInnen haben sich mit der Situation Arbeitssuchender, mit Frauenarmut oder mit dem Leben von Jugendlichen auf der Flucht auseinandergesetzt. Der Tenor der SchülerInnen ist einhellig positiv. "Wir konnten selbstständig und engagiert für soziale Fragen eintreten und dabei noch mitbestimmen. Das war toll.", erklärt eine Schülerin aus der HLW 10.

Einfach ParlamentarierIn werden
Personen, die ParlamentarierIn werden möchten, spenden 75 Euro und erhalten dafür ein Stimmrecht in der Parlamentssitzung wo über die Vergabe der Gelder an Sozialprojekte abgestimmt wird. Die Einzahlung der Spende ist mittels Überweisung (Die ERSTE Bank, Blz 20 111, Konto Nr. 287 263 169 00) oder bar zu Beginn der Sitzung möglich.

Spenden mit Stimmrecht – das Wiener Spendenparlament
Das Wiener Spendenparlament sammelt Gelder und verteilt sie an Initiativen und Projekte in
Wien, die die Lebensbedingungen benachteiligter Menschen verbessern. Das Besondere am Spendenparlament ist, dass jede SpenderIn mit einem Beitrag ab € 75 ein Stimmrecht im Spendenparlament erhält und damit über die Verwendung der Spenden in der öffentlichen Sitzung
mitbestimmen kann. Eine Kommission prüft die Initiativen und ihre Projekte, kontrolliert
die Verwendung der Spenden und berichtet dann an die ParlamentarierInnen.

Das Spendenparlament arbeitet ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und Sponsoren. Alle Spenden gehen ohne Abzüge an die Projekte.
Die nächste öffentliche Sitzung des Spendenparlaments findet im Herbst 2011 statt. Zuschauer und Spender sind immer herzlich willkommen.

Rückfragehinweis:
Wiener Spendenparlament
Gumpendorferstraße 83, 1060 Wien, www.spendenparlament.at
DI Isolde Fally: 0699/115 22 147, fally.spendenparlament@akis.at
Mag. Martin Schenk: 0664/544 55 54

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