Kloster Benediktbeuern 1

Don-Bosco-Fest 2017 im Kloster Benediktbeuern

Veröffentlicht am: 27. Februar 2017

Im Kloster Benediktbeuern wurde das Don-Bosco-Fest 2017 am 31. Januar mit einer Festmesse unter der Leitung von Bischofsvikar und Weihbischof Wolfgang Bischof von der Erzdiözese München und Freising gefeiert. Am Gottesdienst nahmen rund 250 Gäste aus Politik, Gesellschaft, Kirche und Kloster teil. In seiner Predigt erzählte Weihbischof Wolfgang Bischof, dass seit seiner Studienzeit immer ein Bild von Don Bosco auf seinem Schreibtisch stehe. Das Motiv habe sich über die Jahre verändert, gegenwärtig sei es das Bild von Sieger Köder, das Don Bosco als Puppenspieler zeigt. Dieses Bild mit seiner doppelten Darstellung des Heiligen „vor und hinter den Kulissen“ deutete der Weihbischof auf die aktuelle Situation der Kirche und der Menschen in ihr.

Es gelte auch heute, überall zu dem zu „stehen, was wir glauben“, und dabei dem Vorbild Don Boscos folgend der Trennung der beiden Bereiche privat und öffentlich entgegenzuwirken. Kirche dürfe sich nicht hinter die Kirchenmauern zurückziehen und den öffentlichen Bereich „vor den Kulissen“ anderen überlassen. Jeder und jede Gläubige habe die Aufgabe, „seine christliche Überzeugung zu zeigen, davon zu sprechen und überall für die Werte unseres Glaubens einzutreten“. Gerade im Blick auf aktuelle Gefährdungen der Gesellschaft werde dies dringlich: „Können wir schweigen, wenn neue Mauern aufgebaut werden, Mauern der Angst?“ – fragte der Weihbischof, gerade auch im Blick auf den aktuell um sich greifenden Populismus und seine üblichen Vereinfachungen. Zum Abschluss seiner Predigt ermutigte der Weihbischof die Gottesdienstbesucher, ähnlich wie Don Bosco das Vorder- und das Hintergründige in Verbindung zu bringen. Die Menschen sollten viel Vertrauen, viel Gemeinsames und viel Bereitschaft zeigen, um wie Don Bosco Zeuge für das Evangelium zu sein.

Nach einem Stehempfang in den Gängen des Konventbaus setzte ein festliches Mittagessen für geladene Gäste im ehemaligen Bibliothekssaal den Schlusspunkt der Festveranstaltung. Dabei nahm Klosterdirektor P. Reinhard Gesing die Gelegenheit wahr, Josef Draxinger zu ehren. Der ehemalige Direktor der Stiftung „Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern“, hatte am Vortag seinen 80. Geburtstag gefeiert. Draxingers Engagement für das Kloster ging weit über sein Berufsleben hinaus und reicht bis heute. So baute er im Zentrum für Umwelt und Kultur den Veranstaltungsbereich auf und seit 2009 ist er im Vorstand des Fördervereins Juwel Kloster Benediktbeuern e. V. aktiv. Aus der Hand von P. Gesing erhielt Josef Draxinger als besondere Auszeichnung die Don-Bosco-Medaille. Für Weihbischof Wolfgang Bischof hielt P. Gesing noch eine Überraschung bereit: Als letzten Akt „vor den Kulissen“ überreichte er ihm eine Replik des Don-Bosco-Bildes von Sieger Köder.

Zum Abschluss der Don-Bosco-Festwoche hatten die Salesianer Don Boscos am 5. Februar Kinder, Eltern und Großeltern zu einem Faschings-Familiennachmittag in den Allianzsaal des Zentrums für Umwelt und Kultur eingeladen. P. Reinhard Gesing begrüßte die Gäste und wandte sich dann vor allem den Kindern zu, denen er anschaulich von Don Bosco und seinen sonntäglichen Zirkus-Aufführungen vor jungen Menschen erzählte. Pfarrer P. Heiner Heim knüpfte daran an und sang, unterstützt durch die Gitarrenbegleitung von Dr. Jürgen Werlitz, mit den kleinen Gästen beliebte Kinderlieder wie „Hallo, Don Bosco!“, das Lied vom Cowboy Bill oder „Schön ist ein Zylinderhut“. Anschließend servierte der Kreativ-Trainer Josef Birnkammer in der Rolle eines Kochs ein zauberhaftes Menü: da verschwand ein Tuch in einem Ei, und aus einer scheinbar trockenen Zeitung floss Wasser in ein Glas. Die Zaubertricks überraschten, verblüfften und erheiterten nicht nur die jungen Zuschauer immer wieder aufs Neue. Bei Kaffee und Kuchen, den ehrenamtliche Helferinnen servierten, klang der Nachmittag in fröhlicher Atmosphäre aus.

Dr. Jürgen Werlitz

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